Sein & Schein - ava-Test
Donnerstag, 19. August 2010

Im ava-Test: LavendelSchaf-Paket von well land

Drei avas und avaAutorin Sonja Wissmann haben getestet. Diesmal sogar je drei Produkte: WannenMilch Lavendula, Körpercreme Lavendel und Bioseife LavendelSchaf – alles exklusiv von well land. Die natürlichen, handgemachten Produkte mit Schafmilch & Lavendel stammen von der Öko-Agraringenieurin Thea Welland, die mit ihrer Schafherde in Hessen lebt. Entspannung, Pflege und ganz viel Natur versprechen die Produkte. Ob sie es halten, verraten uns die avaTesterinnen.

 Info ava-Test:

Wollten Sie nicht auch schon immer mal die neusten Produkte testen und Ihre Meinung dazu veröffentlicht sehen? ava macht das nun möglich: Regelmäßig organisiert unsere Beauty-Redaktion Produkte, die dann von Ihnen getestet werden … Und ganz im Sinne von avas Interaktivität entscheiden natürlich nicht wir darüber, wer testen darf, sondern Sie! In Kürze geben wir das neue Testobjekt für die avaLeserinnen bekannt und eröffnen wieder die "Bewerbungsrunde" in der avaCommunity …
 
 

Bio-LavendelSchaf: Schafmilchseife mit
Zutaten aus kontrolliert biologischem
Anbau, 100 g (Frischgew.) ca. 6,50 Euro

 

ava-Leserin Claudi_ja – herzlichen Dank sagt die avaRedaktion auch für die Fotos der Produkte!

Liebevoll gestaltet – mehr Infos wären schön

Verpackung

Die Creme kommt in einer kleinen Cremedose mit 50 g Inhalt. Das Etikett ist einfach gestaltet, aber ausreichend. Leider sind die Angaben darauf sehr klein geschrieben, so dass das Lesen der Inhaltsstoffe – für mich als Brillenträgerin – ein wenig anstrengend ist.

Die Seife kommt in einem kleinen Plastiktütchen und ist sehr schön und liebevoll gestaltet, hier merkt man wirklich, dass die Herstellung per Hand erfolgt: Die kleinen Lavendelblüten auf der einen Seite, ein Teil in Lavendellila gefärbt, dazu noch die Aufschrift Lavendel, machen dieses Stück des Testpakets zur Augenweide. Wichtig wäre mir noch, dass es ein Hinweis auf der Verpackung geben sollte, ob die Seife ph-neutral ist oder nicht.

Wider erwartend kommt die WannenMilch nicht als Flüssigkeit sondern als Pulver. Sie ist in einem kleinen Papierbeutel verpackt, der leider nicht wiederverschließbar ist. Dazu gehört vermutlich der Holzlöffel, der im Paket mit dabei lag um das Pulver zu dosieren. Der Beutel beinhaltet 150 g. Eine Dosierungsempfehlung ist leider nicht mit dabei, so dass man selbst mit dem Löffel herausfinden muss, wie viel Wannenmilchpulver in eine normal große Badewanne gehört. Auch sind die Angaben auf dem Etikett wieder sehr klein geschrieben. Ich hätte bei der Wannenmilch lieber eine Dose gehabt, denn so im Papierbeutel kann ich es leider nicht im Bad lagern, da dort die Luftfeuchtigkeit einfach zu hoch ist.

Duft

Die Creme ist im Döschen sehr intensiv im Duft, aber sobald man sich damit eingerieben hat, breitet sich ein angenehmer Duft aus, der nur leicht in der Luft liegt.

Die Seife ist sehr dezent. Der Duft verbreitet sich aber sehr angenehm im Zimmer wenn man sie offen liegen lässt.

Auch das Wannenmilchpulver ist vom Duft her sehr konzentriert, wenn man an dem Pulver pur riecht. Im aufgelösten Zustand verteilt sich jedoch ein angenehmer Lavendelduft. Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Pflegewirkung

Die Creme ist nicht zu fettig und zieht schnell ein, so dass man nicht erst Minuten lang warten muss, bis man wieder etwas anfassen kann. Sie ist aber ein wenig zu fest von der Konsistenz um als Körpercreme benutzt zu werden. Man kann damit aber gezielte Stellen des Körpers eincremen. Zum Beispiel die Arme, Hände und das Gesicht. Für den ganzen Körper würde ich sich nicht empfehlen.

Nachdem ich die Seife benutzt habe, fühlten sich die Hände zwar sauber, aber auch trocken an, so dass ich danach sofort eine Handcreme brauchte.

Die WannenMilch legt sich wie ein Schutzfilm um die Haut während des Bades und schenkt somit ein sanftes Hautgefühl. Nach dem Trocknen ist die Haut immer noch sehr zart und verströmt einen leichten Lavendelduft.

Entspannung – auf einer Skale von 1 (keine Entspannung) bis 10 (totale Entspannung)

Creme: 9,5 – auf Arme und Hände auftragen und dann einschlafen. Selten habe ich so gut geschlafen wie damit! Einziges Manko ist die Konsistenz der Creme, da sie sich schwer verteilen lässt. Hat man diesen Punkt aber genommen, steht einem ruhigen Schlaf nichts mehr im Wege.

Seife: 3 – dadurch das die Seife nur leicht duftet, ist ihr Entspannungsfaktor nicht so hoch. Dennoch fühlt man sich kurzweilig auf eine Blumenwiese versetzt, wenn man die Seife im Bad liegen lässt und sich dort der Duft sammeln kann. Das Austrocknungsgefühl der Hände mindert für mich den Entspannungsfaktor aber deutlich.

WannenMilch: 9 – wirklich eine Art zu entspannen und den stressigen Alltag hinter sich zu lassen. Einziges Manko: Die darin enthaltenen kleinen Lavendelblüten müssen nach dem Bad relativ fix entfernt werden. Also kein raussteigen und weiter entspannen, sondern ein raussteigen und putzen. Aber alles in allem eine tolle Erholung mit einem tollen Hautgefühl danach.

 

WannenMilch Lavendula: Schafmilch-Badepulver mit Lavendelblüten aus kontr.
biologischem Anbau, 150 g ca. 9,90 Euro

ava-Leserin teeprinzessin

Kleine Wellnessoasen im Alltag

WannenMilch Lavendula

Die Lavendula-WannenMilch ist mein Favorit unter den drei getesteten Produkten. Sie duftet nach Lavendel, aber nicht zu intensiv – und vor allem nicht künstlich. Die kleinen Lavendelblüten im Badewasser verstärken dieses natürliche Erlebnis. Perfekt also für ein Stadtkind wie mich … Schon während des Bades habe ich gemerkt, dass sich meine Haut ganz zart angefühlt hat.

Creme Lieblicher Lavendel

Mit der reichhaltigen Lanolincreme mit Schafmilch bleibt die Haut geschmeidig. Mir gefiel jedoch das Auftragen der Creme nicht. Denn obwohl sie cremig ist und schnell einzieht, ist mir die Creme durch den Lanolinanteil doch etwas zu klebrig. Dennoch ist auch hier der Duft sehr natürlich und nicht zu stark, so dass die von mir anfangs befürchtete "Oma-Wirkung" ausbleibt.

Bioseife LavendelSchaf

Über die Seife kann ich – auch als eingefleischter Flüssigseifenfan – nur Positives sagen. Sie schäumt nicht sehr stark und scheint sogar während der Anwendung zu cremen. Durch die eingearbeiteten Lavendelblüten fühlte sich das Einseifen fast wie ein Peeling an.

Außerdem: Die Verpackung passt durch seine Schlichtheit genau zu den natürlichen Produkten. Besonders entspannend war für mich die WannenMilch – die Seife eignet sich natürlich für den Alltagsgebrauch aber auch für eine kleine Pause zum Durchatmen zwischendurch. Ich bin insgesamt begeistert von den Produkten und danke ava für die Möglichkeit, well land kennen zu lernen!

 
 

ava-Leserin Duppsi

Creme Lieblicher Lavendel: Reichhaltige
Lanolincreme mit Schafmilch, Ölen
und Lavendel, 100 g ca. 12,90 Euro

Super Pflege für meine geschundene Haut

Bioseife LavendelSchaf

Die Seife hat mich erwartungsgemäß begeistert. Ich bin ein großer Fan von Bio-Seifen, denn auf alle Flüssigseifen und Duschgels reagiert meine Haut sofort mit Kribbeln und extremer Trockenheit. Andererseits hasse ich kaum etwas mehr als mir die Hände einzucremen – schon gar nicht nach jedem Waschen. Über die Bakterien, die man damit auf Tastaturen, Türdrückern oder Telefonhörern verbreitet, mag ich nämlich gar nicht nachdenken. Also muss es ohne gehen – und mit dem LavendelSchaf geht es wunderbar ohne ständiges Cremen.

Creme Lieblicher Lavendel

Cremen mache ich seit jeher nur abends. Die Lavendel-Creme ist dann für die Hände, aber auch gegen raue Ellenbogen, Knie, Füße und auf Dekolletee und Hals absolut toll. Der Duft wirkt in der Dose zunächst sehr intensiv, riecht auf meiner Haut dann aber wirklich angenehm würzig – und sehr entspannend! Abends nach dem Duschen ausgiebig eincremen und wirklich selig schlafen. Selbst mein Freund ist angetan. Er fragte schon, ob wir ein neues Waschmittel hätten, weil es neuerdings so gut rieche. Es ist wirklich ein Gefühl, als ob man in einem blühenden Lavendelfeld nächtigt. Meine Haut freut sich auch sehr über die Spezialbehandlung und wird von Tag zu Tag geschmeidiger. Ich suche immer nach Cremeprodukten, die keine Mineralöle und Konservierungsstoffe enthalten und diese Creme ist derzeit mein absoluter Favorit.

WannenMilch Lavendula

Wir haben keine, aber glücklicherweise hatte ich gerade auf einer Geschäftsreise ein Hotelzimmer mit Badewanne. Und ich muss wirklich sagen, dass ich ihr Fehlen erstmals seit langem bereue: Die Wannenmilch – die eigentlich ein Pulver ist – ist der Hit! Das Badewasser wird richtig milchig und hoch pflegend – selbst, wenn man die seltene Gelegenheit exzessiv ausnutzt und über eine halbe Stunde im Wasser bleibt. Die Haut ist hinterher weich, samtig, duftet angenehm und alles fühlt sich irgendwie heiterer und leichter an.

Zwei kleine Wermutstropfen hat die WannenMilch jedoch: Die fehlende Dosierungsangabe – allerdings ist die Intensität wohl auch Geschmachssache – und die Verpackung. Nachdem ich nämlich mein ausgiebiges Bad mit mehrfach heißem Wasser nachlaufen und nachpulvern beendet hatte, war die Papiertüte ganz schön aufgeweicht. Ich habe den Rest zunächst in eine Plastiktüte umgefüllt und zu Hause dann in eine hübsche Dose. Vielleicht sollte die Wannenmilch in einer tollen Schmuckdose angeboten werden – und zusätzlich die Tüten als Nachfüllpackungen?

Mein Fazit: Ich bin richtig froh, das ich die Gelegenheit hatte, die well land Produkte zu testen. Ich finde es nämlich total schade, dass man von solchen tollen "Nischenprodukten" fast nie etwas hört oder liest und immer nur durch Zufall darauf stößt!


 

Sonja Wissmann, avaAutorin

Ungewöhnliche Produkte, die begeistern

Bioseife LavendelSchaf

Normalerweise verwende ich Flüssigseife, weil ich sie einfach praktisch finde: keine Seifenreste auf dem Beckenrand, keine seifigen Schalen … Aber für ein Naturprodukt mache ich gerne eine Ausnahme! An dem LavendelSchaf hat mich vor allem die Waschwirkung überzeugt. Meine Hände fühlten sich nach dem Waschen sehr gut an, sie waren sehr weich und weniger trocken. Auch der Duft war sehr angenehm und genau richtig dosiert. Weniger gefallen hat mir die Substanz der Seife, die schon recht schnell sehr weich geworden ist – zumindest in meiner Seifenschale. Dafür sind aber nach Angaben der Herstellerin alle Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau, das ist für mich ein wirklich überzeugendes Argument. Zumal sich meine Hände auch sehr gut anfühlen und ich sie nicht immer direkt nach dem Waschen eincremen muss.

Creme Lieblicher Lavendel

Die Creme habe ich hauptsächlich als Handcreme verwendet. Die Haut an meinen Händen fühlt sich oft trocken an, so dass ich sie mir regelmäßig eincreme. Die Pflegewirkung hat mich vollends überzeugt: die Hände fühlten sich glatt, weich und geschmeidig an. Allerdings zieht die Creme nur sehr langsam ein, dass hat mich im Alltag sehr gestört. Also bin ich dazu übergegangen, sie vor allem dann zu benutzen, wenn ich eine Weile nichts anzufassen brauche.

Als Körpercreme nach dem Duschen bzw. Baden ist sie aufgrund der festen Konsistenz meines Erachtens für das gezielte Eincremen mancher Körperstellen geeignet. Hier hat mich auch das langsame Einziehen weniger gestört, außerdem ist der Duft sehr angenehm und meine arg strapazierte Haut an den Beinen hat sich über das Pflege-Extra durchaus gefreut.

WannenMilch Lavendula

Von der WannenMilch bin ich begeistert! Sie ist nicht flüssig wie andere Badeprodukte, sondern ein Pulver, das mit dem Löffel in das Badewasser gefüllt wird. Leider gibt es keine Hinweise auf die Dosierung, also habe ich es nach Gefühl verwendet. Der Duft ist sehr angenehm, aber rein optisch hätte ich auf die kleinen Lavendelblüten verzichten können. Sehr gut ist die Pflegewirkung: die Haut wird weich und zart, außerdem bleibt ein sehr dezenter und damit angenehmer Lavendelduft auf der Haut. Die Verpackung unterstreicht zwar die Natürlichkeit des Produkts, aber eine Papiertüte ist im Badezimmer nicht gut zu verwenden. Daher hätte ich hier lieber eine Dose gehabt.



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