Leib & Seele - Wohlfühlen
Freitag, 03. Januar 2014

Wir stehen alle viel zu sehr unter Strom. Mehr als die Hälfte der Deutschen wollen sich in 2014 endlich weniger stressen. Klar, ein langer Urlaub oder ein Meditationskurs sind eine gute Idee, um dieses Ziel zu erreichen. Doch viel wichtiger sind die kleinen Auszeiten, wenn dunkle Wolken aufziehen und einen der Stress kalt erwischt. Damit die Nerven nicht durchgehen, ist dann eins besonders wichtig: Innehalten – und sei es nur für ein paar Minuten. Machen Sie erst einmal eine Pause, von dem, was Sie gerade tun. Und probieren Sie einen unserer 20 Blitztipps mit Sofortwirkung:


von ava-Autorin
Sarah K. Angharad

Fotos: privat, © Jonas Glaubitz - Fotolia.com

 

 

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In großen Zügen schnell ein Glas kaltes Wasser trinken. Kältereiz und heftiges Schlucken zusammen mobilisieren das vegetative Nervensystem und blockieren gleichzeitig den aufgeputschten Sympaticus-Nerv.  
  Einen Riegel Schokolade essen. Der regt die Produktion körpereigener "Glückshormone" (Endorphine) an. Gelassenheit macht sich breit.

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Lippen fest aufeinander pressen, Augen zusammenkneifen, Stirn in Falten legen. Bis fünf zählen, Muskeln lockern, bis drei zählen wieder anspannen. 15mal. Der Wechsel zwischen muskulärer An- und Entspannung bringt das vegetative Nervensystem wieder in Balance.  
  Augen schließen, entspannt hinsetzen. Tief durch die Nase einatmen, eine Sekunde Luft anhalten. Den Sauerstoff in Hände, Füße und Kopf pressen. Durch den Mund wieder ausatmen und sich vorstellen, wie die Anspannung mit aus dem Körper geht. Zehnmal wiederholen. Mit dieser Atemübung kann man im wahrsten Sinne Dampf ablassen.

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600 Milligramm Magnesium (Apotheke) einnehmen. Der Mineralstoff wirkt gegen das Stresshormon Cortisol, polstert so die Nerven. In Stressphasen kann eine tägliche Einnahme (300–600 mg) sinnvoll sein.  
  Fuß auf einen Tennisball stellen, langsam vor- und zurückrollen – von den Zehen zur Verse. Zwei Minuten mit dem linken, zwei mit dem rechten Fuß. Die Fußmassage löst Blockaden in den Energiebahnen des Körpers, gut für die Nerven.

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Mit sich selbst reden: Ein fünf minütiges Selbstgespräch hilft, das Problem oder Unbehagen zu benennen. Was man wiederum benennen kann, macht nicht mehr so viel Angst.  
  Einmal um den Block gehen oder in Büro oder Wohnung hin- und herlaufen, mindestens drei Minuten lang. Bewegung reduziert den Pegel der Angst- und Stresshormone.

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Stellen Sie sich vor eine Wand, die Hände auf Kopfhöhe an die Wand drücken, den Oberkörper langsam nach vorne beugen, den Kopf soweit zwischen die Arme senken, bis eine Dehnung in Hals und oberem Rücken zu spüren ist. Fünfmal wiederholen.  
  Eine große Fleischtomate essen. Ihr Inhaltsstoff Lycopin stärkt das vegetative Nervensystem.

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Ein warmes Vollbad (ca. 38 Grad) mit einem Zusatz aus ätherischem Melissen- und Hopfenöl nehmen. 20 Minuten lang.  
  Fünf Minuten lang die Farbe Grün ansehen (in den Garten, auf ein Tuch oder eine Zimmerpflanze). Senkt den Adrenalinspiegel.

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Zehn Minuten bequem hinsetzen. Vor dem inneren Auge dicke, wattige Cumulus-Wolken vorbeiziehen lassen. Geben Sie jeder ein Stück Anspannung mit auf ihre Himmelsreise.  
  Feucht-heißes Handtuch aufs Gesicht legen. Mit ruhiger, tiefer Atmung darunter fünf bis zehn Minuten entspannen.

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Duftlämpchen mit Teebaumöl füllen. Ätherische Dämpfe inhalieren. Sie lösen Ängste über Geruchssinn-Gehirn-Signale.  
  Quigong-Kugeln in der rechten Hand im Uhrzeigersinn kreiseln lassen, dann in der linken. Aktiviert Akupressur-Punkte, die mit dem Nervensystem in Verbindung stehen und es beruhigen.

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Besiegen Sie Ängste und Stress durch eine scheinbar unlogischen Aktion: Spritzen Sie sich Wasser ins Gesicht, duschen Sie, gehen Sie joggen, singen Sie, zählen Sie so schnell wie möglich von 100 bis 0, führen Sie in Gedanken Rechenaufgaben durch, versuchen Sie einfache Sätze in einer Fremdsprache zu formulieren.  
  Eine Banane essen: Sie enthält viel Magnesium, und Serotonin. Entspannt das Gehirn und sorgt für einen ausgeglichenen Insulinspiegel.

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Bachblüten: Clematis- und Sonnenröschen-Tinktur beruhigt und entspannt.  
  Hören Sie Musik: Bestens geeignet, um ruhiger zu werden, sind Antonio Vivaldis 1. Largo aus "Winter – Die vier Jahreszeiten" und Franz Schuberts Sinfonie Nr. 8 "Die Unvollendete".

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