Specials - Poesie & Prosa
Montag, 17. Mai 2010

Gedichte zum Tod

ausgewählt von Sarah K. Angharad

Dulce et decorum est pro patria mori – süß und ehrenvoll ist‘s, für‘s Vaterland zu sterben, hieß es Jahrhunderte. Bis die grausamen Kriege der Neuzeit uns lehrten, neu über den Tod nachzudenken. Genauso, wie die Möglichkeiten der Hightech-Medizin uns derzeit zwingen, ein humanes Sterben neu zu definieren. Tabu Tod  … drei Gedichte aus drei Epochen zeigen uns seine unterschiedlichen Gesichter. Ein Lied des schwedischen Hofdichters Carl Michael Bellmann (1740 – 1795) beschreibt den Tod drastisch und promillevoll als großen demokratischen Gleichmacher. Eine Klage des britischen Dichters Wilfred Owen (1893 – 1918), der kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges fiel, ist gerade heute wieder hochaktuell. Und der walisische Poet Dylan Thomas (1914 – 1953), der sein Leben wie ein Fackel abbrannte, fordert, sich dem Tod bis zum letzten Atemzug zu widersetzen.

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