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Mittwoch, 16. Juni 2010 |
Du Einzelkind!
Von Birgit Bauer
"Du bist so ein Egoist, ein verwöhntes Einzelkind eben!" Welches Einzelkind hat diesen Satz nur selten oder gar nicht gehört? Einzelkinder sind Tyrannen und üben so lange Druck auf ihre Umgebung aus, bis sie haben, was sie wollen. Eines von vielen Klischees, die über Einzelkinder im Umlauf sind. Und die selten stimmen, wobei Ausnahmen natürlich die Regel bestätigen. Neben der Bezeichnung als Egoist, gäbe es übrigens noch verzogen, eigenbrötlerisch, nicht besonders durchsetzungsfähig. Rund jedes dritte Kind, so die Statistik, wächst heute als Einzelkind auf. Der Trend geht immer mehr zur Kleinfamilie. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von "hat nicht mehr geklappt" bis hin zu finanziellen oder beruflichen Argumenten.
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Samstag, 05. Juni 2010 |
Zeit für sich
Text, Fotos: Christine Dittmann
Den Ansprüchen von Haushalt, Kindern, Job und Partnerschaft gerecht zu werden, fällt vielen Frauen heute schwer. Besonders schwierig ist es, wenn die Kinder klein sind und viel Zuwendung brauchen. Die Mütter stehen unter ständigem Druck und denken zuletzt an ihre eigenen Bedürfnisse. Doch "Mütter haben ein Recht auf Pausen", erklärt Sozialpädagogin Anette Bartsch, "denn nur so schöpfen sie neue Kraft für sich und ihre Familie." Deshalb dürfen Mütter auch mal "Nein!" sagen und so egoistisch sein, sich Zeit für sich zu nehmen. Nur wie?
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Dienstag, 01. Juni 2010 |
Altersstarrsinn oder späte Erkenntnis?
Von Anja Seuthe
Wenn Schwiegertochter und Enkelsohn aus dem 200 km entfernten Hannover anreisen, freut sich Frau Müller. Die 88jährige Dame deckt den Kaffeetisch auf der Sonnenterrasse. Und während ihre Gäste sich bedienen, sitzt Frau Müller daneben und liest ein gutes Buch. "Eigen" sind sie, die Alten. Wer kennt ihn nicht, den uneinsichtigen älteren Herren, der meint, er hätte immer recht und im schlimmsten Fall die ganze Nachbarschaft mit Klagen überzieht? Oder die starrsinnige ältere Dame, die gegen jede Logik resistent ist. Meine eigene Oma machte mir die Tür nicht auf, weil gerade ein Rosamunde Pilcher Film lief.
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Donnerstag, 27. Mai 2010 |
Einmal Hellblau, bitte!
Von Sarah K. Angharad
Je harmloser der Begriff, desto größer sein Vertuschungspotenzial und brutaler die Wirklichkeit dahinter. Das gilt für "Kollateralschaden", stimmt für "Minuswachstum". Jetzt müssen wir uns an ein neues Schleierwort gewöhnen: das "family balancing". Es geht nicht, wie man meinen könnte, um Harmonie oder innere Balance in der Familie, auch nicht um eine erfolgsversprechende Therapieform. Es geht um die schlichte Tatsache, dass wir in wenigen Jahren das Geschlecht des Kindes vorbestimmen können. Großstudien laufen bereits in zahlreichen Ländern.
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